Mit dem Ziel, die Kreativität anzuregen und der zukünftigen Generation von Designern eine Plattform zu bieten, hat SILMO Paris zu Beginn des Jahres den Wettbewerb für optisches Design ins Leben gerufen.

Der Wettbewerb wird von Emmanuel Gallina geleitet, einem Designer, der für seinen kreativen Ethos, seinen Sinn für Kohärenz und seine Authentizität bekannt ist. Er ist Absolvent der E.N.A.D. (Limoges) und der I.A.V. (Orléans) und hat seine Kenntnisse am Politecnico di Milano vertieft, wo er einen Master-Abschluss in Design & Management erwarb.

Emmanuel Gallina, der seine Kunst zwischen Bordeaux und Mailand ausübt, entwirft Möbel und Objekte für große Marken und richtet Standorte und Innenräume in der ganzen Welt ein.

Anfang Juli versammelten sich die Jurymitglieder, um die eingegangenen Projekte zu bewerten und die besten unter ihnen auszuwählen.

Zur Erinnerung: Der Wettbewerb für optisches Design stand allen Studenten offen, die in einem Designkurs eingeschrieben sind, der mindestens dem dritten Jahr nach dem Abitur entspricht. Die Aufgabenstellung für die Projekte war präzise und ohne kreative Einschränkungen. Teilnehmer mussten einen ethischen Designansatz für ein optisches Objekt integrieren, seien es Linsen, Brillenfassungen, vernetzte Objekte, Low Vision oder Geräte für Optiker oder Hersteller.

Die Jurymitglieder prüften die Bewerbungen mit großer Aufmerksamkeit und mit besonderem Augenmerk auf den kreativen und innovativen Designaspekt, die Verwendung und Funktion des vorgeschlagenen Objekts und die Machbarkeit des Projekts. Die sieben ausgewählten Projekte werden die Ehre haben, einen Prototyp herzustellen und diesen auf der SILMO Paris vorzustellen.

Diese Nominierten können zum Gewinner des Jahres 2022 gekürt werden:

– SI / Look to the Future von Alessandro Battaini (NABA – Neue Akademie der Schönen Künste, Mailand): ein vormontiertes Brillenkonzept, austauschbar und vielseitig.

– KNOT / Inclusive Eyewear von Diego Sparta (Politecnico di Milano – Bovisa Durando Campus – Design School): ein Brillengestell für behinderte Menschen.

– OORA von Silvana Migliozzi (Politecnico di Milano): eine intelligente Brille für Leser, deren Hauptanwendung die Möglichkeit ist, Texte zu kommentieren und Zitate zu speichern… auf einen Blick.

– SONDER von Sessa Martina (NABA – Neue Akademie der Schönen Künste, Mailand): Brille mit Sensoren zur Vermeidung von Kopfschmerzen, Begrenzung von Rückenproblemen und Korrektur von Fehlhaltungen.

– PERCY von Jocelyne Boisson (Design School of Landes, Mont-de-Marsan): eine geformte Wassermaske, die die Rolle des Sehens hinterfragt, um gesehen zu werden, ohne unbedingt zu sehen.

– GOOGLESS von Vincenzo Panico (NABA – New Academy of Fine Arts, Mailand): eine moderne Neuerfindung der Nasenklammer und des Monokels, die mit geometrischen Formen spielt.

– UNFOLDABLE von Adi Abramov (Shenkar College of Engineering, Design and Art, Ramat Gan, Israel): eine Brille aus recyceltem Material in brutalistischer Ästhetik mit profilierten X-Scharnierbügeln.

Text: SILMO