Foto: IPRO GmbH

Die Entwickler und Namensgeber der PASKAL-3D-Erlebnisrefraktion stürmten die Charts. Sozusagen. Von einem Tag zum anderen waren Fritz Paßmann (PAS) und Dieter Kalder (KAL) bei Fachmedien und Augenoptikern gleichermaßen gefragt. IPRO, für die Vermarktung verantwortlich, war wieder einmal ein Coup gelungen. Das war 2014 – und das System, das acht Jahre später auf der opti 2022 gezeigt wird, ist einige Generationen weiter. Sowohl was die Ausstattung betrifft als auch bei den Hardwarelösungen, mit denen die Idee heute inszeniert wird.

Dass es sich auf der einen Seite um eine Inszenierung handelt, die den Augenoptiker in den Stand setzt, seine Kompetenz auf der Basis einer neuen Beratungsqualität in Vorteile für den Kunden und Gewinn für sich selbst umzusetzen, war von Anfang an kein Geheimnis: Wo spektakulärer Effekt und unbestreitbarer Nutzen zusammenwirken, wird der Erfolg kalkulierbar. IPRO musste tatsächlich Ärger mit der Messe München befürchten, so gewaltig waren die Menschentrauben, die bei den Präsentationen von „PAS“ und „KAL“ die Gänge rund um den IPRO-Stand verstopften. Die Augenoptiker waren begeistert – und fanden die leisen Einwände weniger Skeptiker kleinkariert und missgünstig. Was man zugestehen muss, ist, dass die Qualität der damals mit dem System kompatiblen Bildschirme noch nicht optimal war. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert.

„Bis heute nimmt die Verbreitung von PASKAL 3D kontinuierlich zu“, sagt Dieter Kalder. „Die Anzahl von über 2.500 verkauften Systemen, die meisten in Europa, spricht für sich.“ Selbst in China gebe es eine große Nachfrage. „Und immer öfter sehen wir, dass Kollegen mit mehreren Refraktionsräumen, die zunächst nur einen Raum mit PASKAL 3D ausgestattet hatten, nach ihren guten Erfahrungen nun ihre übrigen Refraktionsräume nachrüsten.“

Herausragender neuer Monitor, PASKAL 3D Akademie und ein innovatives Abo-Modell als zukunftsweisende Lösungen

Dazu dürfte zuletzt auch die Lösung der „Monitorfrage“ eine Menge beigetragen haben. Weil sich das 3D-Fernsehen beim breiten Publikum nicht durchgesetzt hat und kaum noch 3D-Monitore hergestellt werden, musste IPRO von Anfang an immer wieder alle Hebel in Bewegung setzen, um die für PASKAL 3D unverzichtbaren Geräte beschaffen zu können. „Tatsächlich waren unsere ersten Lösungen in diesem Punkt verbesserungswürdig“, sagt Domagoj Ratkovcic, Produktmanager für PASKAL 3D. „Inzwischen kann IPRO jedoch mit dem ,3D GlobeView‘ einen hoch spezialisierten 32-Zoll-3D-Monitor anbieten, der optimal auf die Steuerung von PASKAL 3D über iPad und Apple TV ausgelegt ist.“ Damit wurde die Bedienung von PASKAL 3D noch einfacher: Der Optiker muss nur noch das Apple TV mit dem neuen Monitor verbinden, einschalten und loslegen. „Der 3D GlobeView-Monitor ist brillant in der Sehzeichendarstellung und auf alle verfügbaren PASKAL 3D-Teste optimiert“, ergänzt Domagoj Ratkovcic. „Und mit dem Metallrahmen und dem sachlichen weißen Design fügt er sich nahtlos in jeden professionellen Refraktionsraum ein. Die Rückmeldungen sind überragend.“

Darüber hinaus wird PASKAL 3D (mit sämtlichen Modulen!) künftig zu einem günstigen monatlichen Abo-Komplettpreis (ohne Hardware) angeboten. Alle Interessenten, die bisher gezögert haben, können damit die Erlebnisrefraktion zu Einstiegsbedingungen vollumfänglich nutzen. Weder Sehteste noch die Module für die Messung von Dämmerungsmyopien, die Kontaktlinsenanpassung, die ganzheitliche Prismenbestimmung oder Low Vision müssen zusätzlich erworben werden. Das spezielle Modul für Kinder und Jugendliche inkl. Kindersehzeichen ist ebenso enthalten wie alle bewährten Support- und Wartungsleistungen und die telefonische Unterstützung bei Fragen und der Fehlerbeseitigung.

Was heißt das für bestehende PASKAL 3D-Kunden? Sie haben ab sofort die Möglichkeit, einen jährlichen Service- und Supportvertrag abzuschließen. Dieser stellt für die Laufdauer einen adäquaten Support aller erworbenen PASKAL 3D-Lizenzen und Module sicher. Damit verbunden ist eine Mitgliedschaft in der PASKAL 3D Akademie mit dem Anspruch auf eine individuelle Schulung pro Jahr zum reduzierten Preis, wobei die Schulungen unabhängig von Teilnehmerzahl, Thema oder Modul an die Anforderungen des jeweiligen Fachgeschäfts angepasst werden. „Ob neues Personal geschult werden muss oder bestimmte Aspekte der Erlebnisrefraktion vertieft werden sollen, die PASKAL 3D Akademie bietet eine passende Lösung für jeden Anspruch“, verspricht Domagoj Ratkovcic. „Im ersten Jahr nach Abschluss des Service- und Supportvertrags gibt es einen zusätzlichen Rabatt auf die individuelle Schulung.“

Der vorgegebene Ablauf der geführten Refraktion liefert sofort wichtige Informationen

Neben dem innovativen Abo-Modell, das PASKAL 3D auf eine neue Basis stellt, kommt Paßmann und Kalder natürlich auch die neue Qualität der Hardware sehr entgegen. „Durch ständiges Optimieren der APP, die Weiterentwicklung der Apple TV-Box und vor allem mit unseren neuen Monitoren ist PASKAL 3D heute ein High-End-Equipment der Augenglasbestimmung“, so Dieter Kalder, der vor Jahren für sein Motto „Zudeckscheibe abschaffen, PASKAL 3D anschaffen!“ kritisiert worden war. Dieser Ansatz habe sich aber uneingeschränkt bewahrheitet, findet Fritz Paßmann. „Bei Hunderten von Refraktionen, die ich durchgeführt habe, musste ich nur in wenigen Ausnahmefällen auf die Zudeckscheibe zurückgreifen – bei Extremfällen wie Nystagmus, starken Alternierern oder sehr alten Menschen. Durch den vorgegebenen Ablauf der geführten Refraktion mit PASKAL 3D erhalte ich sehr viel mehr Informationen als bei einer herkömmlichen Refraktion; allein das Umschalten zu Beginn von 2D auf 3D zeigt mir umgehend die Schwächen im Binokularsystem des Kunden auf.“

Seminare vermitteln Tipps und Tricks im Umgang mit den Testen

Neben der kontinuierlichen Verbesserung an Hard- und Software des Systems arbeiten Paßmann und Kalder daran, durch Vorträge und Seminare Wissen zur 3D-Refraktion zu vermitteln. „Es ist geradezu eine Passion geworden, Hintergrundinformationen, Tipps und Tricks im Umgang mit den Testen weiterzugeben, dafür eignen sich Inhouse-Schulungen besonders gut, denn für den Erfolg im Augenoptikfachgeschäft ist es wichtig, dass alle Mitarbeiter im Team auf demselben Wissenstand sind“, erklärt Fritz Paßmann. Ein ganz wichtiger Faktor, der maßgeblich über den Erfolg des Augenoptikers bei seinen Kunden mitentscheidet, sei die Kommunikation. „Die Erläuterung der Teste, deren Übergänge und die Interpretation der Antwortmöglichkeiten hat uns zu dem Ablauf der Refraktion geführt, den wir heute vorschlagen.“ Auch die Entwicklung weiterer Module – Autofahrer- oder Dämmerungsmodul, Kids & Teens, Low Vision und Kontaktlinse – sei direkt aus der Praxis heraus erfolgt. „Eigentlich erstaunlich, dass diese wichtigen Erweiterungen noch nicht so weit verbreitet sind wie das Basis-System“, wundert sich Dieter Kalder. „Denn wer diese Module einsetzt, möchte sie nicht mehr vermissen, wie uns bei jeder Gelegenheit bestätigt wird.“ Auch die jüngste Erweiterung, die Nahrefraktion PASKAL N, beginne gerade erst, populär zu werden. „Als Gleitsichtglasexperte weiß ich, dass ein entscheidender Faktor bei Unverträglichkeit von Gleitsichtgläsern eine zu hohe Addition ist“, so Dieter Kalder. „Wir haben Theorie und Praxis miteinander verknüpft und erreichen eine bestechende Präzision, da alle Entfernungen und die Gebrauchsbereiche digital über die Kamera des iPads exakt ermittelt werden.“

Zweifelt noch jemand am Nutzen der monokularen Prüfung unter binokularen, stereoskopischen Bedingungen?

Tatsächlich zweifelt die Grundidee von PASKAL 3D niemand mehr ernsthaft an. „Die 3D-Prüfbedingungen kommen im Vergleich der Refraktionssysteme dem natürlichen Sehen am nächsten“, sagt Fritz Paßmann. „Das ist die Voraussetzung dafür, Korrektionen zu finden, die vom Kunden angenommen werden.“ Mit dem Grolman-Kreuz habe man einen Kreuztest eingebunden, der die motorischen und sensorischen Anteile einer Heterophorie gleichermaßen erfasse. Ungebrochen groß ist auch das Interesse an Seminaren; auf besonderes Interesse stößt das Thema „Prismatische Korrektion“. „Bei den Vorführungen im Praxisteil erleben die Teilnehmer, wie die Erkenntnisse an jedem neuen Test wie Puzzleteile ineinandergreifen und wie sich am Ende ein Bild vom Binokularstatus des Kunden ergibt: von Unruhe beim 4-Ballon-Test zur Korrektion am Gromann-Kreuz, über Ruhe im Ballontest zum Refraktionsgleichgewichtstest“, erklärt Fritz Paßmann, der mit dem Kollegen Kalder einen weiteren Test entwickelt und vorgestellt hat: „PaGON“ beschreibt den größten Winkel, unter dem noch eine stereoskopische Wahrnehmung möglich ist und wird eingesetzt, um ein zusätzliches Entscheidungskriterium zu erhalten, ob und in welcher Höhe eine prismatische Korrektion sinnvoll ist.

Für die opti 2022 erwarten PAS und KAL und IPRO erneut ein reges Interesse an Innovationen rund um PASKAL 3D.
Messe München, 13.-15.5.2022, Halle C4, Stand 461

Text: IPRO GmbH