Der ZVA warnt in einem neuen Positionspaier vor Online-Sehtesten. Bild: ZVA


Der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (ZVA) informiert in einem aktuellen Positionspapier, dass Online-Sehtests nicht den Arbeits- und Qualitätsrichtlinien für Augenoptik und Optometrie (AQRL) entsprechen. Vor wenigen Wochen hatte der Omnichannel-Anbieter Mister Spex damit geworben, Deutschlands ersten Online-Sehtest anzubieten.

Konkret kritisiert der Verband, dass keines der bekannten Internet-Angebote den nötigen Nachweis erbringe, vergleichbar präzise Ergebnisse zu liefern wie die Messungen von Augenoptikern und Optometristen, die AQRL-konform arbeiten.
„Bei einem Online-Sehtest können weder ein Anamnesegespräch noch die erforderliche Untersuchung zur Abklärung eventueller gesundheitlicher Schwierigkeiten erfolgen“, erklärt Christian Müller, ZVA-Vizepräsident und Vorsitzender des Fachwissenschaftlichen Ausschusses.
Nicht minder schwer wiege zudem der Umstand, dass beim Abschluss solcher Tests systembedingt bisher keine Prüfung des beidäugigen Sehens mit den ermittelten Werten stattfinden könne.
Der Verband rät Verbrauchern daher davon ab, basierend auf den Ergebnissen derartiger Online-Sehtest-Angebote Brillen oder Kontaktlinsen zu bestellen.

Hier kann man das Positionspapier des ZVA als PDF herunterladen:

https://www.zva.de/system/files/ZVA-Positionspapier%20Online-Sehtests.pdf

Text: ZVA / Bearbeitung: Rosemarie Frühauf