Ingo Lutz feiert das 50-jährige Jubiläum seines Geschäftes. Foto: Hanssen by Herr Lutz

Dank dem Geschäft „hanssen by Herr Lutz“ ist Wolfenbüttel ist ein kleiner Hotspot für kreatives Optiker-Marketing: Nachdem Herr Lutz eine epische Landschaft aus Star Wars-Lego beim letzten Filmstart ins Schaufenster baute, drehte er wenig später mit Mitarbeitern und Kunden ein eigenes Image-Video zu selbstkomponierter Musik. Sein Beispiel inspiriert zum Nachmachen. Deshalb wollte OPTIC+VISION wissen, wieviel Arbeit dahinter steckt.

Zum 50. Jahrestag der Geschäftseröffnung* haben Sie Ihr neues Image-Video herausgebracht. Wie lang haben Sie an dem Film geplant und gearbeitet? 

Im Oktober 2019 haben wir mit unserem Haus und Hof Fotografen eine Foto-Session gemacht, bei der er mir ein Musikvideo zeigte, dass er für Philipp Boa gedreht hat. Ich meinte, dass wir beide irgendwann mal ein Video für meine Firma machen müssten. Im Dezember habe ich dann einen musikalischen Track produziert, bei dem ich sofort merkte, dass es die Musik für unseren Image Film wird. Ich habe über das Stück den Text gesprochen, den man im Video hört und alles zu unserem Fotografen gesendet. Er hatte sofort die gleichen Bilder im Kopf wie ich und wir haben dann ein kleines Drehbuch geschrieben.

Wie lang haben die Dreharbeiten gedauert?  Wir haben Anfang Januar einen Tag lang gedreht und dann ungefähr einen Monat für die Post-Produktion gebraucht.


Wieviele Kunden haben Sie zum Mitmachen gebracht und wie lief der Dreh genau ab?

Insgesamt sieben Kunden haben im Video mitgewirkt. Wir sind absolute Fans unserer Kunden, wir bejubeln sie und machen alles für sie möglich. Da wollten viele Kunden gerne etwas zurückgeben. Pro Kunde haben wir dann ca. 30 Minuten gefilmt. Das ist ein sehr enges Zeitfenster, aber wir haben den Drehtag sehr gut geplant und alle Probs und Szenen vorbereitet. Wir hatten auch etwas Zeit für Improvisation und Füllmaterial eingeplant, wie z.B. die Nachaufnahmen der Brillen und der Origami Vögel. Wir hatten auch eine Person, die nur als Assistenz geholfen hat und Dinge gemacht hat, wie das Drehbuch mit dem Material abgleichen, Szenen vorbereiten, auf Details achten etc. Das hat enorm geholfen.

Sie sagten, dass Ihre selbstkomponierte Musik die Initialzündung war?

Ja, die Musik habe ich selber geschrieben, eingespielt, gemixt und gemastert. Seit meinem fünfzehnten Lebensjahr habe ich in Bands gespielt. Vor 15 Jahren habe ich mit Live-Auftritten aufgehört und produziere nur noch zu Hause für mich oder andere Musiker.

Ich hatte übrigens schon mal ein Lied für mein Geschäft geschrieben und auf Youtube gestellt: „The Optician Song“ Daraus haben wir dann eine Direkt-Werbeaktion gemacht, die mit 25,62% Rücklauf unsere erfolgreichste Aktion ever wurde!

*Der heutige Optik-Laden “hanssen by Herr Lutz” begann seine Geschichte vor 50 Jahren unter Jobst Hanssen. Seit 2018 wird er von Ingo Lutz geführt.

Interview und Bearbeitung von Rosemarie Frühauf