ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod. Foto: ZVA

Der ZVA hat ein neues Infoblatt zu möglichen betrieblichen Auswirkungen der Krise rund um den Corona-Virus herausgegeben. “Infolge der Verbreitung der Erkrankung COVID-19 in Deutschland drohen Auswirkungen auf die Augenoptikbetriebe wie der Ausfall von Mitarbeitern, Umsatzeinbrüche oder gar Betriebsschließungen”, heißt es darin. Das Infoblatt kann hier auf der Website des ZVA als PDF heruntergeladen werden.

Außerdem veröffentlichte ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod ein Statement zur aktuellen Lage. OPTIC+VISION gibt es hier im Wortlaut wieder:

Statement des ZVA-Präsidenten

“Liebe Kollegen und Kolleginnen,
vor dem Hintergrund der aktuellen Lage und täglich neuen
Nachrichten zur Corona-Pandemie ist gegenwärtig nicht zu
sagen, was die nächsten Tage bringen werden und welche
Maßnahmen die Politik auf Bundes- und Landesebene weiter
ergreifen wird, um die Bevölkerung zu schützen. Ziel aller
Bemühungen ist es, die Verbreitung des Virus so zu
verlangsamen, dass alle erkrankten Menschen die nötige
medizinische Versorgung erhalten, hierbei sind vor allem ältere
Menschen und jene mit Vorerkrankungen zu nennen.
Ob von möglicherweise angeordneten Betriebsschließungen
auch das Augenoptikerhandwerk betroffen sein wird, ist zum
jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen. Bereits jetzt möchte ich Ihnen
aber empfehlen, die nötigen Maßnahmen zum Schutz Ihrer
Kunden, Ihrer Mitarbeiter und Ihrer eigenen Person zu ergreifen
und im betrieblichen Alltag gewissenhaft zu beherzigen.
Hierzu zählt, den Kontakt zu Kunden auf ein Mindestmaß zu
reduzieren. Verzichten Sie, wenn möglich, auf alle
Dienstleistungen, die eine direkte Nähe zum Kunden erfordern,
sofern diese warten können. Verschieben Sie beispielsweise
Neuanpassungen von Kontaktlinsen oder vergrößernden
Sehhilfen und Brillenverkäufe und führen in Ihrem Betrieb
vorrangig nur solche Tätigkeiten durch, die die visuell
uneingeschränkte Teilhabe des Kunden am Leben sicherstellen.
Hierunter fallen Reparaturen und „Notversorgungen“ mit
Kontaktlinsen oder Pflegemitteln.

Diese Maßgabe gilt selbstverständlich nur, solange ein solches
Vorgehen nicht im Widerspruch zu behördlichen Anordnungen
oder Empfehlungen steht.
Auch obliegt es letztlich allein Ihnen als Betriebsinhaber, die
oben beschriebene Vorgehensweise umzusetzen.
Ich wünsche Ihnen in dieser für uns alle nicht einfachen Situation
das nötige Geschick, die für Ihren Betrieb, Ihren Kunden und Ihre
Mitarbeiter richtigen Entscheidungen zu treffen.
Herzliche Grüße
Ihr Thomas Truckenbrod”