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ALADDIN von Topcon– das System für optische Biometrie und Topographie ist jetzt mit Myopiemodul erhältlich

Im Jahr 2010 waren Schätzungen zufolge 27 Prozent der Weltbevölkerung kurzsichtig, 2050 könnten es nach einer Prognose des australischen Brien Holden Institutes schon 50 Prozent sein. Zwar ist die Myopie-Entwicklung in Europa nicht so dramatisch wie beispielsweise in Asien, aber auch hierzulande steigt die Zahl der Myopen zunehmend an. Ein frühzeitiges Myopie-Management bei Kindern und Jugendlichen kann in späteren Jahren Augenerkrankungen verhindern.

Mit dem neuen Modul zur Myopiekontrolle bekommen Nutzer des optischen Biometrie und Topographie Systems ALADDIN von Topcon ein zuverlässiges und mächtiges Werkzeug an die Hand. Trends und Verläufe einer Myopie sind schnell und einfach zu ermitteln, das Einsetzen und das Fortschreiten einer Kurzsichtigkeit werden direkt erkannt. So können die geeigneten Maßnahmen zur Verlangsamung der Myopie-Progression bereits dann getroffen werden, wenn die Veränderungen ab dem sechsten Lebensjahr des Kurzsichtigen besonders zutage treten.

ALADDIN prüft Veränderungen der axialen Augenlänge

Die Funktion zur Myopiekontrolle ergänzt die umfangreichen Möglichkeiten, die den ALADDIN bereits zu einem Allrounder in der Kataraktchirurgie gemacht haben. Für die Bestimmung einer Intraokularlinse (IOL) misst er unter anderem die axiale Augenlänge, die Vorderkammertiefe und die Linsendicke. Auch die horizontale White-to-white Messung und die Keratometrie gehören zu den Standardmessungen, um eine genaue Berechnung der IOL zu erhalten. Das Myopiemodul prüft im Zuge dieser Standardmessungen Veränderungen der axialen Augenlänge. Es können aber auch Längenmessungen in die Datenbank eingetragen werden, die mit anderen Instrumenten ermittelt wurden. Zudem erkennt das System Veränderungen der Hornhautoberfläche mit Hilfe der Hornhaut-Topographie. Da eine Myopie-Progression nur über einen längeren Zeitraum zu erkennen ist, überwacht das Modul eigenständig das Fortschreiten der Myopie bei den regelmäßigen Messungen – und liefert die relevanten Informationen direkt aus der systemeigenen Datenbank.

ALADDIN zeichnet sich durch seine schnelle und einfache Anwendung aus, das gilt auch für das zusätzliche Myopiemodul. Alle notwendigen Messungen benötigen weniger als fünf Sekunden. Der 10,1 Zoll Farb-Touchscreen reagiert verzögerungsfrei und führt den Anwender gezielt durch seine benutzerfreundliche Oberfläche. Zudem kann ALADDIN Berichte zu einem geteilten Ordner oder zu einer externen Software – beispielsweise ein EMR-System – exportieren. Natürlich können die Informationen auch an die Topcon-Bildmanagementprogramme IMAGEnet und Synergy geschickt werden. Und durch die DICOM-Schnittstelle stehen die benötigten Parameter im eigenen System des Benutzers zur Verfügung.

Es gibt viele gute Gründe für den ALADDIN, der nicht erst durch das neue Myopiemodul die Anwendungsgrenzen eines herkömmlichen Biometers übertrifft. Das Software-Update für die HW3.0-Modelle wird durch das Service-Team Topcons vor Ort installiert.